"Bildung ist, was übrigbleibt, nachdem man vergessen hat, was man in der Schule gelernt hat" - Albert Einstein

Das Business-Paket (b = business): Die septem artes liberales des modernen leaderships

„In erster Linie ist der Unternehmer ein Künstler … fähig alles in Frage zu stellen … gefesselt von der Schönheit … um mit Fantasie und Mut alle Hindernisse zu überwinden. Die einzigen Hindernisse, die in der Tat nicht zu überwinden sind … sind Tod und Steuer.“
Nicolas G. Hayek

Der Begriff „Ästhetiktheorie“ hört sich wenig alltagsrelevant an – aber er ist es sehr und das vor allem im Business-Kontext. Das Fehlen eines Grundlagenmodells wird in der BWL oft beklagt und es wird immer öfter auf die Relevanz des Ästhetischen hingewiesen und das Leitbild des reinen homo oeconomicus gilt spätestens seit den Untersuchungen der empirischen Wirtschaftsforschung über ökonomisch irrationales Kaufverhalten bzw. natürlich seit der Wirtschaftskrise als unzureichend. Diese Wunschvorstellung wurde durch das Leitbild eines vernetzt denkenden und – aus welchen Gründen auch immer – ästhetisch gebildeten Menschen ersetzt, der den Mut hat, bewusst zu leben und sich nicht unreflektiert dem main stream angleicht. Historisch gesehen liegt der Vergleich mit einem Renaissancemenschen nahe und macht neugierig auf neue Weltbilder, nicht nur im Hinblick auf Themen wie Kunst und Wissenschaft, sondern auch auf Macht oder Machiavelli. Denn unsere Zeiten verlangen nicht nur nach neuen Denkmodellen, sondern auch nach Richtlinien im Umgang mit gesellschaftlichen Änderungen. Heutzutage müssen Wirtschaftsmärkte auf Entwicklungen reagieren, die an historische Glaubenskriege erinnern, und Manager besuchen Seminare über neomagische Vorstellungen von der Macht guter Gedanken. Selten war wissenschaftliches Denken nötiger, eine neue Art von wissenschaftlichem Denken

 

An dieser Nahtstelle zwischen alten Denkmodellen und dem neuen Bedarf an universalwissenschaftlichen Entwürfen setzt die BACSA an und zeigt anhand eines Modells der menschlichen Informationsverarbeitung die betriebswirtschaftliche Relevanz und innere Logik des ästhetischen Erlebens. So und anhand von Insidertricks aus der ästhetischen Praxis wird vorgeführt, welche Rolle schönheitsorientierte Wahrnehmung für erfolgreiches Wirtschaften und lustvolles Denken spielt, um so den Blick für Top Level Structures, menschliche Verhaltens- und Denkmuster und deren (oft nur scheinbar) irrationales Verhalten zu stärken und ein Bewusstsein für den Begriff Schönheit zu entwickeln. Dies gilt nicht nur im Bereich Unternehmensführung, sondern auch für die anspruchsvolle Persönlichkeitsentwicklung der Unternehmer.

Dieser Ansatz relativiert die gängige, auf Philosophie fokussierte Ästhetiktheorie genauso wie die historisch gewachsene Ökonomisierung moderner Lebenswelten. Diese Denkweise führt die Betriebswirtschaftslehre zurück zu ihren Anfängen, in denen der Begriff der kaufmännischen „Intuition“ anerkannter war als heute. Es erweitert diese Anfänge um ein (erstmalig umfassendes) Modell der ästhetischen Informationsverarbeitung, um die (ebenfalls erstmalige) Formalisierung der Verbindung von Geisteswissenschaften und BWL und ermöglicht so einen universalwissenschaftlichen Zugang zu bislang für die BWL schwer zugänglichen Wissenspools der Disziplinen Philosophie, Psychologie, Mentalitätsgeschichte, Neurophysiologie, Anthropologie, Linguistik, sowie der Kunst bzw. der Kunst- und Kulturgeschichte und der Informatik.

 

LEHRMODULE

Business-Modul 1) The secret of beauty

Wie funktioniert ästhetisches Empfinden und Bewusstsein bzw. wie müsste ein Computer programmiert werden, um beides simulieren zu können? Wie funktionieren also Menschen? Der Zusammenschluss verschiedener Disziplinen ergibt eine Systemtheorie der Seele, digital formalisiert. Der Leitbegriff für diese Abenteuer-Tour durch die Disziplinen heißt „Schönheits“-Empfinden. Denn die Lust am Denken und Fühlen spielt in jeder Disziplin eine entscheidende Rolle, angefangen von der intrinsischen Motivation der Psychologie bis hin zur „Erleuchtung“ der Mystik und der Produktpräsentation einer Werbekampagne – aber auch bei betriebswirtschaftlichen Denkfehlern wie zum Beispiel bei Kaufentscheidungen unter Zeitdruck.

Dieses Modul 1 ist ein allgemeiner Überblick über das BACSA-Modell als Grundlage der business-aesthetics und über deren sonstige Module und deren wichtigste Thesen.

Angebot Business-M 1

Dozentin für dieses Modul ist Stefanie Voigt. Je nach Bedarf wird das Modul als Vortrag oder im Einzelgespräch bzw. in einer kleinen Gruppe angeboten. Der Veranstaltungsort ist Schloss Reichmannsdorf bei Bamberg

 

Angebot Business-M 1´

Optional besteht außerdem die Möglichkeit eines exklusiven, siebentägigen BACSA-Crash-Kurses in einer Hütte in an der Conception Bay in Neufundland. Dann wirkt als Dozent der Erbauer der Hütte und Professor für Philosophie Sean McGrath mit und führt durch die Wälder der Bay. Dieser Kurs beinhaltet tägliche Vorträge über je eines der sieben Module, Gespräche mit Philosophen am Lagerfeuer und Führungen durch die Wälder. Ziel der Reise sind gute Gedanken für neue Arbeits- oder Lebenskonzepte – und eine neue Art an Naturerfahrung. Denn McGrath ist neben seiner Tätigkeit als Philosophieprofessor der Universität St. John´s außerdem Leiter der Initiative „The future of nature“, einer internationalen Veranstaltungsreihe zur Rettung der Natur. Erste Termine hierfür sind geplant für August 2016, weil zu in diesem Monat die meisten Wale und Delphine von der Hütte aus zu sichten sind. Dozenten für dieses Angebot sind Sean McGrath, Stefanie und Uwe Voigt.

 

Business-Modul 2) The art of communication

Ästhetisches Empfinden und Prozesse der Bewusstseinsbildung gehen in der Unternehmenskommunikation Hand in Hand. Speziell hier sind informelle Verhaltenshintergründe wie Werte, Gefühle, Denkstile und Grundüberzeugungen bewusstseins- und kommunikationspflichtig geworden. Leadership-Denken betrifft sowohl die Ebene des strategischen Controllings als auch die Ebene der Unternehmenskultur einschließlich Identität, Markenbild und unternehmerischer Vision. Vor diesem Hintergrund wird die Funktionsweise der traditionellen Motive von „Hoffnung“ und „Nachhaltigkeit“ vorgestellt. Für wirtschaftlichen Erfolg muss „Redlichkeit“ kommuniziert und praktiziert werden und zwar nicht nur in Selbstpräsentation , PR und Geschäftsberichten, sondern auch praktisch im Hinblick auf Produkt- bzw. Dienstleistungsqualität. Wirtschaftsethik hat nämlich auch auf ästhetiktheoretische Funktionen, die sich dann v.a. im Mitarbeiterengagement und in der Kundenzufriedenheit zeigen (S. Voigt).

Angebot Business-M 2

Dozenten für dieses Modul sind Stefanie und Uwe Voigt. Das Modul besteht aus einer halbtägigen Veranstaltung mit einem einführenden Vortrag über „Die 10 Regeln des Respekts“ und einem anschließendem Workshop über Werte und deren ästhetiktheoretisches System.

Angebot Business-M 2´

Optional kann als Kurzversion dieses Moduls der Respektsvortrag mit anschließender Diskussion gebucht werden, Dauer eineinhalb Stunden.

Veranstaltungsort für dieses Modul ist Schloss Hallburg bei Volkach (ein anderer Ort nach Absprache). Beide Angebote beinhalten Materialien mit den „10 Regeln des Respekts“.

Business-Modul 3) THE ART OF CREATIVITY

Neben der Kommunikation nach außen gibt es auch Kommunikation nach innen. Der Blick in sich dient in der BWL meist der kreativen Innovationsförderung. Das Problem an entsprechenden Theorien ist aber: Kreativität ist nur zum Teil rational zugänglich, der andere Teil funktioniert ästhetiklogisch und entzieht sich dem wissenschaftlichen Zugang, außer dem fachübergreifenden. Aus dieser Sich ermöglicht ein umfassendes Bewusstseinsmodell auch diese scheinbar unzugänglichen Areale der Informationsverarbeitung zu systematisieren. Dieses Modul listet darüber hinaus gängige Kreativitätstechniken auf und es stellt nonverbale Leitsymbole des menschlichen Bewusstseins vor und deren schillerndste Gewandungen: Jungs Archetypen des kollektiven Unbewussten, barocke Emblemata oder symbolträchtige Phänomene der Wahrnehmungs- und Designtheorie wie der Goldene Schnitt und deren Anwendungsmöglichkeiten bei der Arbeitsplatz- oder Work-life-Balance-Gestaltung. Es werden Insiderinformationen der Kreativen erklärt, inklusive zehn entsprechender Kreativitätsregeln und bodenständiger Gesetze des Zeichnens. Denn manche dieser Regeln gelten nicht nur für die Kunst und gleichzeitig für das Leben – sondern auch für die Wirtschaft. Sie fördern Kreativität und dadurch die eigene Innovationsfähigkeit. Das Wissen um die Geheimnisse der Kreativität erleichtert somit auch den Zugang zur Kreativwirtschaft als einem der derzeit wachstumsstärksten Wirtschaftsbereiche überhaupt. Kreativität ist einer der umfassendsten Werte der Zukunft und beinhaltet weit mehr Kultur und kollektives Wissen als gemeinhin bekannt.

Angebot Business-M 3

Dozentin für dieses Modul ist Stefanie Voigt. Das Seminar dauert einen Tag.

Angebot Business-M 3´

Es besteht auch die Möglichkeit, das Modul zusätzlich mit dem Dozenten Roland Weiniger als zielgerichtetes und auf technisch-wirtschaftliche Umsetzbarkeit ausgerichtetes creativi-coaching im Einzelgespräch zu buchen.

Veranstaltungsort für dieses Modul ist die Unperfektakademie in Essen (oder ein anderer Ort nach Absprache). Beide Angebote beinhalten eine Postkarte mit den „10 Geboten der Kreativität“.

Business-Modul 4) The philosophy of business

Philosophische „Lebenskunst“ und die Kunst, ein Unternehmen zu führen sind zwei eng miteinander verwandte Themenbereiche. Das zeigt der Vergleich von historischer Lebenskunst und dem modernen Konzept von Humankompetenz in verschiedenen wirtschaftsrelevanten Kontexten. Dass traditionelle Philosophie durchaus in der Lage ist, Antworten auf moderne Fragen zu geben, zeigt zum Beispiel der philosophische Blick auf die betriebswirtschaftlichen Themen Führungskompetenz und Motivationsmanagement. Dass philosophisch gut untermauerte Unternehmen eine nachweislich höhere ROI-Wahrscheinlichkeit haben, hängt auf Seiten des Unternehmers als auch auf Seiten seiner Kundschaft mit der ästhetischen Funktionsweise innerer Bilder und inneren Vorstellungen von einem „guten Leben“ zusammen – beziehungsweise der Mutlosigkeit mancher Lebenswelten mit dem Fehlen philosophischer Lebenskunst. Dieses Modul präsentiert einen möglichen Regelkanon für moderne Lebenskunst, modern systemtheoretisch erstellt, aber an uralten Regeln orientiert.

Angebot Business-M 4

Dieses Modul wird angeboten ab Mitte 2016. Dozent dafür ist Markus Riedenauer, eine kleine Einführung in die BACSA-Theorie gibt Stefanie Voigt. Eine zusätzliche Zusammenarbeit mit Vertretern der Wirtschaft ist vorgesehen, und zwar im Hinblick auf eine Liste mit zehn konkreten Verhaltens-Vorschlägen für ein modernes Wirtschaftssystem. Das Seminar findet in der Lebenskunst-Hauptstadt Wien statt (oder an einem anderen Ort nach Absprache).

Business-Modul 5) Modern leadership

Nicht nur im Alltag, sondern v.a. auf Führungsebene ist qualifiziertes und uneigennütziges Feedback über das eigene Auftreten und dessen Wirkung nach außen wichtig, aber oft schwer einzuholen. Manchmal funktioniert der Umweg über nicht-menschliche Interaktion besser, wie zum Beispiel über pferdegestütztes Persönlichkeitstraining für Führungskräfte. Dabei „spiegeln“ die fast tonnenschweren Tiere das eigene Verhalten unmittelbar. So wird die Möglichkeit zur ne nachhaltigen Optimierung von modernen leadership-Qualitäten geschaffen, in denen Respekt und Aufmerksamkeit genauso gefragt sind wie ein flexibler und trotzdem verlässlicher und in der Sache souveräner Führungsstil. Das gilt nicht nur für Führungskompetenz in Unternehmen, sondern auch für Selbstführung. Dieses Angebot beinhaltet außerdem einen Hintergrundvortrag über die Kulturwissenschaft der Pferde und einen philosophischen Abend am Kamin. Letzterer ist den weniger angenehmen Seiten des Führens gewidmet, den philosophischen Aspekten des Umgangs mit Härte, der „Erhabenheit“.

Angebot Business-M 5

Dozenten für dieses Modul sind hauptsächlich Detlev Lindau-Bank und Grit Meyer, sowie für den kleineren Philosophie-Anteil Stefanie und Uwe Voigt. Das Seminar dauert eineinhalb Tage. Reiterische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Veranstaltungsort ist Grit Meyers liebevoll restaurierter alter Bauernhof in Kraan bei Köln (oder ein anderer Ort nach Absprache).

Business-Modul 6) Managing uncertainty

Die Kompetenz im Umgang mit Unbestimmtheit wird in Zeiten zunehmen ungewisser Strukturen immer wichtiger – aber wie mit etwas umgehen, was unbestimmt ist? Eine Möglichkeit, diese Unmöglichkeit anzugehen ist dieser Kurs: Bogenschießen ist eine der ältesten Kampfarten und gleichzeitig Kulturtechnik zur Intuitionsförderung und vor allem für den souveränen Umgang mit Unbestimmtheit. Das zeigen die neurophysiologischen Hintergründe des Zen-Bogenschießens und das dazugehörige Konzept von einem, das Treffen des Ziels begünstigenden „Nichts“. Es gibt aber auch in der westlichen Kultur seit der Antike philosophische Formeln für bestimmte Arten des Nichtwissens, ästhetiktheoretische Formeln. Das Wissen um solche Formeln und um die Techniken des Intuitiven Bogenschießens erleichtert den Umgang mit kognitiven Widersprüchen. Ein Beispiel dafür ist die Notwendigkeit, wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen. Eine Illustration für dieses Beispiel ist der Vergleich von historischer Kampfkunst und moderner Wirtschaft oder ein anderer Vergleich von erfolgreichen CEOs und Psychopathen Kaum eine Kulturtechnik ist für das Erlernen aktiver Gelassenheit im Umgang mit Unbestimmtheit und Widersprüchen so geeignet wie das Intuitive Bogenschießen.

Angebot Business-M 6

Dozent für diesen Kurs in einem Bogen-Parcours bei Alfeld in der Oberpfalz ist Jan Kreissl. Der Parcour liegt in einem malerischen Wald und ist mit lebensechten Tierfiguren ausgestattet. Dozentin für die Theorie ist Stefanie Voigt.

Business-Modul 7) Pretty thinking

Die klassische Logik gilt als profunder Wegweiser bei Entscheidungsfindungen, doch es gibt auch so etwas wie klassische Fehlschlüsse. Gerade in der Wirtschaft gibt es Denkfallen, Alltags- und Wirtschafts-Irrtümern und scheinbar irrationales Verhalten. Beispiele dafür sind die Dynamik von Kaufentscheidungen unter Zeitdruck oder das manchmal bei nahenden Konkursen auftretende Phänomen der fast vorsätzlichen unternehmerischen Selbstzerstörung durch Manöver, die so waghalsig wie aussichtslos sind. Die Logik des scheinbar Unlogischen betrifft auch historische Wirtschaftskonzepte, wie die scholastische Buchhaltung des Mittelalters. Dieses Konzept war nicht auf rein finanzielle, sondern auch metaphysische Gewinnmaximierung ausgelegt – und reicht in diesem Punkt moderner Nachhaltigkeit die Hand. Dieses Modul ergänzt die die klassische Logik um ästhetiktheoretisch-fachübergreifende Denkgesetze.

Angebot Business-M 7

Dozenten für dieses Modul sind Sebastian Krebs sowie Stefanie und Uwe Voigt. Als Veranstaltungsort ist das Schloss Herzberg im Harz angedacht; samt einer Exkursion in die nur wenige Kilometer entfernte Einhornhöhle (oder ein anderer Ort nach Absprache).

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